Derzeit gibt es in Deutschland noch keinen Femtozellen-Anbieter. Die Mobilfunkunternehmen beschränken sich vorerst auf Femtozellen-Testbetriebe. So experimentiert unter anderem der Anbieter Vodafone mit der Femtozellen-Technologie. Vodafone-Sprecher Dirk Ellenbeck bestätigte gegenüber ZDNet, dass Tests auf europäischer Ebene laufen, allerdings nicht direkt in Deutschland. Durch diese Tests möchte Vodafone klären, wie ausgereift die Technik ist und ob man sie in das eigene Portfolio integrieren will.
Auch Deutschlands größter Mobilfunk-Anbieter T-Mobile hält sich in Puncto Femtozellen eher bedeckt und will noch nicht über Preise oder eine mögliche Einführung der Technologie sprechen. Insgesamt setzt der der Konzern jedoch große Hoffnungen auf die Femtocell-Technologie, da man mit dieser Technik die Lücke zwischen Breitband und Mobilfunk schließen könnte. Da die Telekom in beiden Bereich aktiv ist, wäre die Femtocell-Lösung eine sinnvolle Erweiterung. Seit Juni 2008 testet der Anbieter T-Mobile die Minifunkzellen-Technik in einem Pilotversuch. Der Femtozellen-Test findet im Großraum Köln/Bonn statt. Im T-Mobile-Pilotversuch richten Anwender im Büro oder zu Hause ein eigenes Kleinst-UMTS-Netz ein. Der dafür benötigte Femto-Router lässt sich laut T-Mobile via Plug & Play installieren und mit dem vorhandenen DSL-Anschluss verbinden. “Wir haben Femtocells bereits auf der diesjährigen CeBIT vorgestellt und erste positive Ergebnisse bei der Erprobung erzielt”, sagte Günther Ottendorfer, Geschäftsführer Technik bei T-Mobile Deutschland im Rahmen der Präsentation des Projektes.
Wie sieht die Entwicklung bei Anbieter E-Plus aus? Der Sprecher Klaus Schulze-Löwenberg gab gegenüber ZDNet bekannt, dass sich E-Plus grundsätzlich für Femtocells interessiere, aber sich noch nicht aktiv an Teste beteiligen möchte. E-Plus beobachte zunächst die Entwicklung. Wie weit man beim vierten Anbieter o2 die Femtozellen-technologie einsetzen werde, ist noch unklar. Doch insgesamt kann man davon ausgehen dass die Femtozellen-Technologie früher oder später den Markt erreichen und von allen Anbietern eingesetzt werden wird. “Sobald einer damit anfängt, wird der Rest mit entsprechenden Angeboten nachziehen”, erläuterte Karsten Kunert, Sprecher von Netgear Deutschland, im Gespräch mit pressetext. “In den freien Handel werden die Geräte vorerst jedoch nicht kommen”, so Karsten Kunert weiter. Analysten prophezeien der Femtozellen-Technologie heute schon eine große Zukunft. Bis 2012 sollen 36 Millionen Geräte verkauft werden, heißt es von Seiten des Marktforschers ABI Research. “Technology Review” schreibt in seiner Ausgabe vom 04/08, dass die Kunden bei der Femtozellen-Hardware mit “kräftigen” Subventionen rechnen können.